Roboter in der PflegeBisherige Beispiele
Zum Teil werden Hebebewegungen durchgeführt, die sonst ein Mensch täglich bis zu 40 Mal machen müsste.
Solche Roboter waren bis jetzt jedoch nur in Pilotprojekten im Einsatz und gehören noch nicht zum Pflegealltag.
Pflegekrise

Doch Forscher sehen einen möglichen Ausweg aus der Krise in Robotern, die das Pflegepersonal entlasten können.
Bereits im Einsatz: Der kleine Helfer Pepper
Im Pflegeumfeld wird Pepper eingesetzt, um Menschen zu unterhalten. Man kann auf Peppers Display Spiele spielen, mit Pepper tanzen oder auch einfach nur Geschichten erzählen und hat so mit Pepper jemanden, der zuhört.
Pepper
Pepper erledigt keine Routineaufgaben, sondern wird auf jedes Einsatzgebiet eigens programmiert.
In Altenheimen zum Beispiel fährt Pepper herum und unterhält Bewohner durch Tänze, Spiele auf dem Bildschirm und durch Unterhaltungen.
Aber was unterscheidet sie von normalen Robotern? Was muss ein Pflegeroboter haben?
soziale, humanoide Roboter. Damit sie mit Menschen interagieren können und nicht nur als eine Art fahrender Computer wahrgenommen werden, müssen sie wesentliche Eigenschaften besitzen. Diese geben einem Roboter Charakter und Eigenständigkeit. Der Roboter soll zwar menschliche Eigenschaften besitzen, jedoch keinen Menschen darstellen.
Feinfühligkeit
Die Wahrnehmung der Ausdrücke Anderer und korrekte Reaktion auf diese.
Mimik
Die Fähigkeit, verschiedene Emotionen oder Stimmungen visuell darzustellen.
Tastsinn
Das Erkennen von physischen Veränderungen und Impulsen. Im Fall des Roboters, durch Sensoren.
Beweglichkeit
Die Fähigkeit, eigenständig den Standort innerhalb eines Bereiches zu wechseln und somit aktiv auf Interaktionen zu zu gehen
Aussehen
Das Design des Roboters. Oft wird auf einen menschenähnlichen Körperbau gesetzt um nucht zu abstrakt zu wirken.
Überwindung der Menschlichkeitshürde
Ein süßer Roboter kommt gut an. Man möchte automatisch eher Kontakt aufnehmen.
Aktuelle Forschungen "Umrüstung" auf KI
Künstliche Intelligenz besonders ein freieres Gespräch. Durch Large Language Models können Roboter besser mit den Menschen kommunizieren. Es muss nicht mehr jede Antwort einzeln programmiert oder angelernt werden. Stattdessen kann der Roboter auf KI zurückgreifen, um auf Fragen zu antworten oder genauere Fragen zu Erzählungen zu stellen. Zusätzlich kann KI die Erkennung und Interpretation von Gestik und Mimik stärken.
Andere Anwendungsbereiche der KI sind unter anderem Smart Speaker, die Tipps zur Einnahme von Medikamenten geben oder an Termine erinnern. Wichtig ist hierbei eine ausgiebige Erprobung, um potenzielle Risiken, wie Fehlinformationen durch falsche Quellen, ausschließen zu können.
Catarina Neef "Der Mensch wird nicht abgelöst, und das sollte auch nicht das Ziel sein" Forschungsgruppenleitung eHealth in Living and Care an der TH Köln
Catarina Neef "Der Mensch wird nicht abgelöst, und das sollte auch nicht das Ziel sein" Forschungsgruppenleitung eHealth in Living and Care an der TH Köln
Zudem sollte es jeder Person selbst überlassen sein, ob man sich von einem Roboter pflegen lassen möchte oder auch nicht, sagt die Expertin, die an und mit Pepper forscht.
Gibt es Gefahren?
Datenschutz spielt dabei eine riesige Rolle. Zwar bieten Roboter eine Chance, Scham zu vermeiden, wenn man zum Beispiel von ihm gewaschen wird. Doch wie stellt man sicher, dass die Kamera des Roboters nicht missbraucht wird? Letztendlich muss jede Person wissen und sich dazu entscheiden, dass mit solchen Robotern sehr viele personenbezogene Daten gesammelt werden. Jede Geschichte, die man Pepper erzählt, könne zum Beispiel dazu dienen, eine KI zu trainieren.
Daher sei die Aufklärung über den genauen Einsatz einer der wichtigsten Punkte beim Einsatz von Robotern.
Akzeptanz
Aber nicht ohne Grund denken 90 Prozent der Deutschen, dass das Wirtschaftsfeld Robotik stark expandieren wird. Der Großteil von Studien der letzten 20 Jahre zeigt, dass Menschen generell eine positive Einstellung gegenüber Robotern in der Pflege aufzeigen. Besonders Pepper komme gut an.
Einem flächendeckenden Einsatz stehe laut Neef nichts im Weg.
Das Problem der UmsetzungThomas MeißnerFachkommission Digitalisierung Deutscher Pflegerat
Der Träger des Bundesverdienstkreuzes sagt jedoch, dass das Problem besonders in einer nicht vorhandenen Infrastruktur läge. Es würde nicht genug Geld in die Pflege fließen um einen flächendeckenden Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Es seien auch keine direkten Freigaben oder Zulassungen vorhanden, die einen solchen Einsatz möglich machen würden.
Zudem sei der Einsatz der Roboter nicht die primäre Angelegenheit, wenn es um eine Eindämmung der Pflegekrise geht.
Demnach bleibe es die kommenden Jahre eine Sache von Institutionen und Stiftungen selbst, ob ein Roboter angeschafft wird oder nicht.
Doch es gibt Hoffnung Unterstützung
Doch trotz fehlender Infrastruktur und Rechtsgrundlagen, setzen einige Stiftungen und Verbände auf die kleinen Helfer. Diese sind zwar eine große Investition, doch gibt es seit 2021 bereits Zuschüsse und Förderungen des Gesundheitsministeriums, die die Anschaffung der Roboter unterstützen.
Demnach ist es eventuell garnicht so lange mehr hin, bis wir von Robotern wie Pepper und co. betreut und gepflegt werden.