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Roboter in der Pflege

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Seit 2009 gibt es in Japan Pflegeroboter, die unter Aufsicht von Pflegepersonal Personen aus dem Bett heben und in einen Rollstuhl setzen können.
Zum Teil werden Hebebewegungen durchgeführt, die sonst ein Mensch täglich bis zu 40 Mal machen müsste. 

Solche Roboter waren bis jetzt jedoch nur in Pilotprojekten im Einsatz und gehören noch nicht zum Pflegealltag.
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Während die Lebenserwartung der Deutschen immer weiter steigt und sogar fast doppelt so viele Menschen in der Pflege beschäftigt sind wie noch 2001, rechnet das Statistische Bundesamt bis 2049 mit bis zu 690.000 offenen Pflegestellen in Deutschland. Selbst im besten Fall fehlen 280.000 Pflegekräfte.

Doch Forscher sehen einen möglichen Ausweg aus der Krise in Robotern, die das Pflegepersonal entlasten können.
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Pepper Ist ein 120 Zentimeter großer Roboter, der mit seinem Umfeld interagieren und sich mit Menschen unterhalten kann.
Im Pflegeumfeld wird Pepper eingesetzt, um Menschen zu unterhalten. Man kann auf Peppers Display Spiele spielen, mit Pepper tanzen oder auch einfach nur Geschichten erzählen und hat so mit Pepper jemanden, der zuhört.

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Pepper analysiert Mimik, Gestik sowie Tonsprache des Gegenübers und reagiert entsprechend. Statt eines Spielzeuges soll Pepper ein „Gefährte“ sein.
Pepper erledigt keine Routineaufgaben, sondern wird auf jedes Einsatzgebiet eigens programmiert. 
In Altenheimen zum Beispiel fährt Pepper herum und unterhält Bewohner durch Tänze, Spiele auf dem Bildschirm und durch Unterhaltungen.

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Roboter wie Pepper sind nicht direkt Pflegeroboter, sondern
soziale, humanoide Roboter. Damit sie mit Menschen interagieren können und nicht nur als eine Art fahrender Computer wahrgenommen werden, müssen sie wesentliche Eigenschaften besitzen. Diese geben einem Roboter Charakter und Eigenständigkeit. Der Roboter soll zwar menschliche Eigenschaften besitzen, jedoch keinen Menschen darstellen.
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Feinfühligkeit

Die Wahrnehmung der Ausdrücke Anderer und korrekte Reaktion auf diese.

Mimik

Die Fähigkeit, verschiedene Emotionen oder Stimmungen visuell darzustellen.

Tastsinn

Das Erkennen von physischen Veränderungen und Impulsen. Im Fall des Roboters, durch Sensoren.

Beweglichkeit

Die Fähigkeit, eigenständig den Standort innerhalb eines Bereiches zu wechseln und somit aktiv auf Interaktionen zu zu gehen

Aussehen

Das Design des Roboters. Oft wird auf einen menschenähnlichen Körperbau gesetzt um nucht zu abstrakt zu wirken.

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Studien zeigen, dass Roboter besser von Menschen akzeptiert werden, wenn sie nicht zu nah an dem menschlichen Aussehen orientiert sind. Oft sind soziale Roboter zwar so groß wie ein Kind, doch sind besonders die Proportionen der Gesichtspartie verändert. Große Augen, kleiner Mund... 

Ein süßer Roboter kommt gut an. Man möchte automatisch eher Kontakt aufnehmen.
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In Zusammenhang mit sozialen Robotern bedeutet
Künstliche Intelligenz besonders ein freieres Gespräch. Durch Large Language Models können Roboter besser mit den Menschen kommunizieren. Es muss nicht mehr jede Antwort einzeln programmiert oder angelernt werden. Stattdessen kann der Roboter auf KI zurückgreifen, um auf Fragen zu antworten oder genauere Fragen zu Erzählungen zu stellen. Zusätzlich kann KI die Erkennung und Interpretation von Gestik und Mimik stärken.

Andere Anwendungsbereiche der KI sind unter anderem Smart Speaker, die Tipps zur Einnahme von Medikamenten geben oder an Termine erinnern. Wichtig ist hierbei eine ausgiebige Erprobung, um potenzielle Risiken, wie Fehlinformationen durch falsche Quellen, ausschließen zu können.
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Obwohl Roboter vieles können, sollte es nicht das Ziel sein, Pflegepersonal zu ersetzen, so Caterina Neef (TH Köln). Pepper und Co. seien zwar akzeptierte Roboter und gute Helfer, doch können sie die Arbeit des Pflegepersonals noch lange nicht gänzlich übernehmen. 

Zudem sollte es jeder Person selbst überlassen sein, ob man sich von einem Roboter pflegen lassen möchte oder auch nicht, sagt die Expertin, die an und mit Pepper forscht.
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Gefahren, die einen Einsatz von sozialen Robotern unmöglich machen, gäbe es keine direkten, so Caterina Neef. Jedoch fehle es an Aufklärung!

Datenschutz spielt dabei eine riesige Rolle. Zwar bieten Roboter eine Chance, Scham zu vermeiden, wenn man zum Beispiel von ihm gewaschen wird. Doch wie stellt man sicher, dass die Kamera des Roboters nicht missbraucht wird? Letztendlich muss jede Person wissen und sich dazu entscheiden, dass mit solchen Robotern sehr viele personenbezogene Daten gesammelt werden. Jede Geschichte, die man Pepper erzählt, könne zum Beispiel dazu dienen, eine KI zu trainieren.

Daher sei die Aufklärung über den genauen Einsatz einer der wichtigsten Punkte beim Einsatz von Robotern.
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Doch nicht aus Datenschutzgründen, sondern durch die fehlende Offenheit werden Roboter teilweise abgelehnt. Einzelne Studien zeigen, dass ältere Menschen eher den Umgang mit Robotern ablehnen. Auch, wenn es Unannehmlichkeiten mit sich führt.

Aber nicht ohne Grund denken 90 Prozent der Deutschen, dass das Wirtschaftsfeld Robotik stark expandieren wird. Der Großteil von Studien der letzten 20 Jahre zeigt, dass Menschen generell eine positive Einstellung gegenüber Robotern in der Pflege aufzeigen. Besonders Pepper komme gut an. 

Einem flächendeckenden Einsatz stehe laut Neef nichts im Weg.
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Auch der stellvertretende Vorsitzende des AVG ist davon überzeugt, dass der Einsatz von sozialen Robotern in der Pflege für eine erkennbare Entlastung des Personals sorgen würde. Besonders in simplen Aufgaben können sie glänzen.

Der Träger des Bundesverdienstkreuzes sagt jedoch, dass das Problem besonders in einer nicht vorhandenen Infrastruktur läge. Es würde nicht genug Geld in die Pflege fließen um einen flächendeckenden Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Es seien auch keine direkten Freigaben oder Zulassungen vorhanden, die einen solchen Einsatz möglich machen würden.

Zudem sei der Einsatz der Roboter nicht die primäre Angelegenheit, wenn es um eine Eindämmung der Pflegekrise geht.

Demnach bleibe es die kommenden Jahre eine Sache von Institutionen und Stiftungen selbst, ob ein Roboter angeschafft wird oder nicht.

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Bilder wie das erste dieses Artikels sind also noch keine Realität außerhalb von Testprojekten.

Doch trotz fehlender Infrastruktur und Rechtsgrundlagen, setzen einige Stiftungen und Verbände auf die kleinen Helfer. Diese sind zwar eine große Investition, doch gibt es seit 2021 bereits Zuschüsse und Förderungen des Gesundheitsministeriums, die die Anschaffung der Roboter unterstützen.

Demnach ist es eventuell garnicht so lange mehr hin, bis wir von Robotern wie Pepper und co. betreut und gepflegt werden.
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